Happy Tumorversary - Wir steuern in Richtung unbekannt.
- Sarah Richter

- 29. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Der Juli 2015 war an diesem Montag erst wenige Tage alt. Dresden, die Stadt, in der ich seit gut zehn Monaten lebte, hatte gerade erst das heißeste Wochenende des bisherigen Sommers hinter sich. Noch vor zwei Tagen stand ich schwitzend beim Casper-Konzert auf den Elbwiesen. Und jetzt? Saß ich im Behandlungszimmer meiner Hautärztin. Heute würde ich den Befund des Leberflecks bekommen, der mir vor gut zwei Wochen entfernt worden war. Sie ließ mich warten, und weil schon damals durch meinen Körper nicht nur Blut sondern auch Neugier floss, warf ich einen Blick auf meinen Befund, der auf ihrem Schreibtisch lag. Somit überbrachte ich mir selbst die Diagnose schwarzer Hautkrebs. „Die Mannschaft an Board atmet müde und schwer.“
Viele sind überrascht, dass ich vom Ergebnis nicht überrascht war. Ich hatte schon ab dem Moment, als ich den Leberfleck entdeckte, ein ungutes Bauchgefühl – und auf mein Bauchgefühl ist Verlass. So saß ich also da, mehr oder weniger bestätigt in meinen hellseherischen Fähigkeiten, und hörte später den Worten meiner Ärztin zu. Die Fakten habe ich noch klar im Kopf: Überweisung in die Uniklinik, Nachschnitt, Wächterlymphknotenentnahme, CT und MRT – einmal den eigenen Körper von links nach rechts und von oben nach unten drehen, sozusagen. „Wir steuern in Richtung unbekannt."
Was danach kam, ist ein großes Loch in meiner Erinnerung. Ich erinnere mich an Untersuchungen, Gespräche mit Mediziner:innen, Schmerzen nach den Operationen. An aufmunternde Karten, Päckchen und Blumen von Freund:innen, an persönliche Gespräche und Telefonate. Doch wie es mir wirklich ging? Das hat mein Gehirn tief vergraben. Meine Erinnerung endet damit, dass ich die Praxis verlasse und an der gegenüberliegenden Haltestelle auf die nächste Straßenbahn warte. Ich weiß nicht mehr, wie ich es meinen Freund:innen und meiner Familie gesagt habe. Wie ich meiner Chefin entschuldigend mitteilte, dass ich nach knapp drei Monaten im neuen Job erst einmal ausfallen werde, weil ich Krebs habe. Und ja, ich habe wirklich gesagt: „Tut mir leid.“
Heute weiß ich: Das war keine ungewöhnliche Reaktion. Ich war überfordert und nicht in der Lage, die Nachricht richtig zu verarbeiten. Also tat ich das, was ich am besten kann in Krisen: aufstehen, Schlachtplan machen, informieren, lesen, handeln. Nach dem Motto: Muss ich jetzt durch! Für Gefühle und Angst ist jetzt keine Zeit. „Um uns wütet das Meer."
Damals, vor zehn Jahren, habe ich auf (unbewusste) Weise einen Umgang mit meiner Diagnose gefunden. Damit habe ich meinen Frieden gemacht. Das hat mir geholfen zu funktionieren: bei den vielen Untersuchungen alle drei Monate, während der Interferontherapie und den Nebenwirkungen, und bei der Arbeit, die für mich damals der Anker war, um in der neuen Realität wenigstens ein bisschen alte Normalität zu behalten. „Bis die Sonne wieder aufgeht."
Manchmal wünsche ich mir, ich hätte mich damals mehr damit beschäftigt, wie es mir wirklich geht. Denn es hat fast acht Jahre gedauert – bis Oktober 2023 –, bis ich mir eingestand: Ich hatte Angst. Angst vor Operationen, Untersuchungen, Ergebnissen, Anrufen aus dem Krankenhaus, Therapien, Nebenwirkungen, finanziellen Einbußen und langfristigen Lebensplanungen. Und Angst davor, zu sterben. "Wenn alles auf dem Spiel steht."

Heutiger Soundtrack: Peter Maffay & Jennifer Weist - Leuchtturm (MTV Unplugged)

Thank you so much for sharing this, Sarah — your courage in writing so openly about those first moments of diagnosis is truly powerful. The way you describe reading your own results, then apologizing to your boss for having cancer, is both heartbreaking and incredibly relatable — so many of us default to "functioning mode" when life throws its hardest curveballs. It reminded me of how people handle overwhelming challenges in all areas of life; sometimes, like students turning to New Assignment Help when everything feels like too much at once, we just need the right support system to get through. The realization eight years later that fear had been quietly sitting with you all along — that hit deep.…
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Привіт. Я грав увечері, коли хотілося чогось короткого й без зайвих елементів. Дізнався про цю гру випадково, гортаючи сайти. Механіка виявилася дуже простою, але кожен раунд тримає в напрузі. У середині гри через https://balloon-game.net/ я ледь не програв усе через жадібність, але вчасно зупинився. Цей раунд перекрив попередні втрати. Як для гравця з України, мені сподобалося, що результат повністю залежить від власних рішень.